DEUTSCH

Stefanie Ochs

Reflektieren deiner Selbst

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von Stefanie
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(Kommentare: 1)

Reflektionen deiner Selbst - oder die Lücke

Kennst Du das Gefühl, das dein Partner oder bestimmte Menschen in deinem Leben, es immer wieder schaffen, dass Du dich schlecht, schuldig oder angegriffen fühlst für Dinge die Du getan, falsch oder nicht getan hast?

Du denkst XY verletzt Dich absichtlich? Das mag es geben. Aber ganz ehrlich, ist es Dir nicht schon passiert, dass sich jemand durch Dich angegriffen oder verletzt gefüht hat, obwohl Du dich doch so sehr bemüht hast, gerade das zu vermeiden? Vielleicht hast du es dadurch sogar „verschlimmbessert“?

Fakt ist: wenn Dich jemand oder etwas trifft bedeutet es meist:

Du wirst nicht verletzt - du bist schon verletzt.

In einer Partnerschaft, wie auch in jeder Begegnung mit anderen Menschen, gibt es Dinge mit denen wir in Resonanz gehen. Schön wenn es positive, bereichernde, aufbauende Resonanzen sind, doch es kommt auch immer wieder vor, das man sich beispielsweise vom Partner überfordert, unter Druck gesetzt, übergangen, nicht gesehen, nicht wertgeschätzt, gebremst, schuldig etc. fühlt...

Meistens reagieren wir in diesen Fällen verletzt, verteidigen und rechtfertigen uns, werden wütend, sauer oder traurig.

Doch es gibt auch eine andere Sichtweise auf das was uns widerfährt.

Vermutlich macht dieser Perspektivenwechsel auch eine Menge Trennungen überflüssig oder die Entscheidung getrennte Wege zu gehen harmonischer und einvernehmlicher. Doch die Wahl liegt, wie immer, bei uns selbst.

Wir können unsere Partnerschaften und Begegnungen mit anderen Menschen dazu nutzen uns selbst zu erkennen und dadurch zu heilen. Und dies ist eigentlich nicht mal schwer. Doch den Schritt den wir dazu gehen müssen ist, die Schuld nicht mehr bei unserem Gegenüber zu suchen (was das Ego, unser kleines Ich, ja sooo gerne tut).

Da wir immer noch so in polarem Denken gefangen sind neigen wir dazu, folgende Gedanken für wahr zu halten:

Wenn der andere nicht schuld ist, muss ich schuld sein. 

Ich möchte Dich einladen, ganz von Schuld loszulassen. Weder Du NOCH ein anderer ist an irgendetwas Schuld. Du, sowie dein Gegenüber haben es zu dem Zeitpunkt so gut gemacht wie ihr eben konntet! Mehr ging nicht! 

Wenn es aber plötzlich nicht mehr um Schuld geht, worum geht es bitte dann?

Es geht darum, dass durch wen auch immer ausgelöste Gefühl, zu DIR zu nehmen - Akzeptanz dafür zu haben DAS ES DA IST.

Vermutlich kennst du dieses Gefühl auch schon lange und es hat bereits vor dieser Erfahrung existiert!? Es ist eher die Bestätigung für etwas das du eh schon immer wusstest... dass es doch wahr sein könnte, dass keiner dich wirklich mag, dass du es nicht wert bist, dass es Dir NICHT einfach mal nur gut gehen darf, .... die Liste ist lang ;).

 

Frage dich: 

  • Wie lange kennst du dieses Gefühl schon?
  • Wo in dir sitzt das Zentrum dieses Gefühls?
  • Welche Gedanken und Glaubenssätze unterstützen dieses Gefühl in dir?
  • Welche Erinnerungen oder Bilder tauchen in dir auf?

So ehrlich zu sich selbst zu sein erfordert natürlich eine Portion Mut und Vertrauen. Aber es lohnt sich. Denn es macht dich frei! Nach meiner Auffassung, die einzige wirkliche Möglichkeit für totale innere Freiheit! Ich sagte dir ja schon, dass es Schuld nicht gibt. Es sei denn du entscheidest dich dafür ;).

Sitz der Emotion 

Es ist auch ziemlich spannend sich den „Wohnort“ des Gefühls in dir mal näher zu betrachten. Oft sitzen solche Gefühle in unseren Hauptzentren wie zum Beispiel

im Hals-Chakra - der berühmte Klos im Hals. Dann ist die Frage wo unterdrückst du deinen kreativen Ausdruck

im Herz-Chakra - das gebrochene Herz...

im Solarplexus-Chakra - Druck, Schwäche oder Übelkeit in der Magengegend. Hier sitzen Macht und Ohnmacht

aber auch jeder andere Ort im Körper kommt in Frage. Am Hinterkopf, im Unterleib, manchmal reagiert plötzlich die Schulter, das Knie, der Leber-Galle-Bereich....

Alles ist hier möglich und unser Körper ist wie ein Seismograph für unsere Emotionen und ist eng mit unseren Gedanken verknüpft.

Was also kannst du tun?

Erkenne an, dass der andere dir nichts antut. 

Er/Sie/Es... kann sich manchmal nicht mal anders verhalten. Wie ich das schon wieder meine?

Auf einer Dir nicht bewussten Ebene kommunizierst Du mit dem anderen, sozusagen von Seele zu Seele: „Komm, jetzt zeig´s mir doch mal so richtig. Ich muss es doch irgendwann mal verstehen.“ „Was soll ich denn noch alles tun? Sie muss doch jetzt endlich mal erkennen, das es eine Verletzung in Ihr ist, die endlich gesehen und geheilt werden möchte! Komm, wir versuchens noch mal. Ich streng mich noch mehr an!“

Mit anderen Worten: dein Gegenüber ist ein Teil von Dir, der genauso handeln muss, weil Du das ausstrahlst (z.b. ich bin nichts wert, alles trampeln nur auf mir herum, ...)

Es kann sogar sein, dass beispielsweise dein Partner nicht einmal so gehandelt hat, wie du es in deiner Verletzung empfindest. Vielmehr sagt/tut er irgendetwas, mit dem DU diese deine Verletzung verbindest. Sein Handeln impliziert Dir, dass er Dich schlecht behandelt, Dich übergeht oder Dich nicht hört... Sprich Du empfindest das Gefühl der Verletzung und beginnst sein Verhalten entsprechend zu interpretieren.

 

Der Kaffe

Ein kleines Beispiel: Dein Partner macht sich einen Kaffee und fragt Dich nicht einmal ob Du auch einen möchtest. Das ist wirklich unerhört! „Wenn er mich wirklich lieben würde, würde er mich wenigstens fragen. Ich wollte zwar gar keinen, aber Fragen hätte er mich doch müssen, oder?“

Ja, er hätte Fragen können, doch wenn dein Feld die ganze Zeit ausstrahlt: ich bin nichts wert, ich werde gar nicht gesehen, du andere Bedürfnisse ständig über deine stellst, dann ist es doch geradezu ein Liebesdienst der Dir sagt: „hey schau mal, für wie wertvoll hältst du dich eigentlich selbst? Siehst Du dich? Oder nur die anderen und wie sie sich deiner Meinung nach Dir gegenüber verhalten müssten?“

Vielleicht „wusste“ in ihm ja auch einfach etwas, das Du gar keinen Kaffe wolltest um diese Uhrzeit, vielleicht trinkst Du nie einen um diese Zeit, oder wolltest deinen Kaffekonsum sowieso einschränken. Doch jetzt wo er so gut riecht...

Was heisst das jetzt? Unser Umfeld und auch oder gerade unsere Partner dienen uns und der Erkenntnis über uns selbst. Sie sind mit uns frequenzspezifisch.

 

Dein Außen ist die Reflexion deiner Selbst.

 

Die Lücke

Wir spielen oft und gerne rollen. Ich bin z.b. gerne „die Gute“ und da habe ich natürlich auch genaue Vorstellungen was da geht und was nicht. hach ja... ;)

Das Aussen macht uns aufmerksam auf die Diskrepanz der Rolle, die wir eingenommen haben: „wie andere uns sehen und wahrnehmen sollen.“ Hier ist eine Lücke entstanden. Diese Lücke versuchen wir auf der einen Seite zu verheimlichen, auf der anderen permanent (durch andere und unser Verhalten) zu füllen.

Doch genau diese Lücke, manche nennen es auch „das schwarze Loch“ ist es, dass wir heilen dürfen! Und damit du diese Lücke erkennen kannst, bringst du genau die Menschen in dein Leben, die Dich am Besten dabei unterstützen können!

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