DEUTSCH

Stefanie Ochs

Diese Meditation

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von Stefanie
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(Kommentare: 2)

Diese Meditation

Habe ich wohl ordentlich verkackt.

Während einem Kräuterwochenende 2009 mit dem sehr interessanten Wolf-Dieter Storl, Kulturanthropologe und Ethnobotaniker (dessen Bücher und Hörbücher ich dir ans Herz legen möchte, wenn du dich für die Körper-Seele-Geist-Verbindung zwischen Mensch und Pflanze, bzw. Natur interessierst), wurden wir von ihm zu einer Pflanzenmeditation angeleitet. 

Warum auch immer, suchte ich mir die so schön gelb leuchtende Butterblume aus. Ich setze mich also im Schneidersitz vor die Pflanze und sah sie an. Ich versuchte sie aufzunehmen, zu spüren, zu schmecken, SIE zu sein. Ihre intensive gelbe Farbe wurde noch intensiver, ich sah wie ihre Blätter glänzten, sie schien immer Raum um sich zu haben, auch wenn sie im Verbund steht. Abgrenzung. Für sich einstehen. Schoss mir in den Kopf. Das Gelb erinnerte mich plötzlich an das Johanniskraut, das ja bei Depressionen sehr gute Erfolge bringt und hatte die Assoziation, dass auch die Butterblume eine Beziehung zur Psyche haben könnte, wenn man mit ihr arbeitet....

Doch während der Meditation fühlte ich mich ständig gestört.... Ein Vogel wurde unter lautem Gezwitscher von einem anderen verjagt, was “meine friedvolle Meditation” enorm störte. Ich wollte doch in Ruhe meditieren und meinen Gedanken lauschen. Ich entschloss mich ins Gras zu legen, um meine Meditation im Liegen mit geschlossenen Augen fortzuführen, da stach mit irgend etwas fies in meinen Hals, es brannte höllisch und juckte wie verrückt.


“Mann ey” hörte ich mich denken, “das war wohl nichts. Diese Meditation hast du ja ordentlich verkackt.”


Aber irgendwie lies es mich nicht los und ich wollte wissen, was macht die Pflanze denn nun eigentlich? Hat sie einen medizinischen Nutzen für den Menschen und wenn ja, wie wird sie eingesetzt und für welche Zwecke?

Also forschte ich in meinem Homöopathiekompendium nach Ranunculus (Hahnenfuss) und kam aus dem Staunen nicht raus. Die Pflanze hatte nämlich sehr wohl mit mir kommuniziert und zwar nicht zu knapp. Der Vogel der mutig sein Revier verteidigte, der Stich mit seinem Jucken und Schmerz, all das waren Hinweise für mich.

Die Pflanze ist im rohen Zustand nämlich giftig und ist oft für die sogenannte Wiesendermatitis (Ausschlag oft bei Kindern, die im Grass rollen und tollen) verantwortlich. Sie wirkt auf das Nervensystem und auf die Haut, vor allem auf alle Arten von “Reizungen”. (hier habe ich noch einen schönen Artikel dazu gefunden: https://www.newslichter.de/2011/10/… )

Und genau diese Botschaft bekam ich. Ich fühlte mich gestört und “gereizt” durch all die Störungen und Ablenkungen. Und genau das spiegelte das Wesen der Pflanze wider!.... All das hatte miteinander zu tun.... Die Haut wiederum steht energetisch für Abgrenzung. Wenn du Hautprobleme hast, kannst du nachschauen, ob du unter mangelnder Abgrenzung leidest (was für mich ein grosses Thema war/ und manchmal noch ist) und/oder es dir schwerfällt (d)einen Standpunkt einzunehmen und zu vertreten.

Was ist also die Essenz aus dieser Geschichte?

Glaube deinen eigenen Gedanken nicht! Werte nicht zu früh wann etwas “verkackt ist” denn es könnte sich im Nachhinein als Gelungen herausstellen!

Nich alles ist so wie es scheint und die Botschaften dieser Welt für uns, zeigen sich manchmal auf wundersame Art und Weise. Gut, wenn wir lernen sie zu lesen. ;)

Diese Pflanzenmeditation war also mehr als geglückt und lehrte mich diese wichtige Lebenslektion!

© Stefanie Ochs
Stefanie Ochs - Essential Healing

 

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Ich freue mich auf Dich.
Stefanie

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Kommentar von Marco Gerstmann |

Hallo Stefanie,

ich hatte diesen Beitrag von dir schon einmal irgendwo auf Facebook entdeckt, konnte ihn damals aber nicht kommentieren. Ich finde ihn nämlich wirklich gut!

Es scheint nämlich wirklich sehr schwer zu sein, während einer Meditation einfach mal alles so sein zu lassen, wie es ist. Und auch wenn es mal zwickt und juckt und man genervt ist, sollte man die Meditation einfach weiter durchziehen. Vielleicht ist genau das das richtige, was gerade sein muss. Das hat mir auch Jack Kornfield in seinem Buch "Das weise Herz" bestätigt.

Herzliche Grüße!

Antwort von Stefanie

Lieber Marco, 

herzlichen Dank für deinen Kommentar und die Ergänzung. Meditation ist immer eine Frage der Interpretation. ;)
Einer meiner Leitsprüche: "Das was ist, ist genau das Richtige und das Beste, das gerade sein kann!" 

Liebe Grüsse
Stefanie

Kommentar von Bettina |

Liebe Stefanie,

toller Artikel und so gut für mich nachvollziehbar :)
Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich die ersten geführten Meditationen gehört habe und dachte: Was zum Teufel erzählt der Typ da. Ergo, ich konnte mich überhaupt nicht darauf einlassen.
Heute...mehr als 10 Jahre später, genieße ich gerade geführte Medititationen und auch jene, die ich "ganz nebenbei" machen kann - im Alltag.

Und ich werde jetzt noch mehr darauf achten, was während einer Meditation direkt um mich herum ist ;-) Bisher habe ich das tatsächlich etwas außer Acht gelassen...gerade beim Spazierengehen im Wald - da durchströmen mich oft ganz viele Gefühle!

Lieben Gruß, Bettina

Antwort von Stefanie

Liebe Bettina, 

ja das ist sicher spannend, die Umgebung mit einzubeziehen. Doch ich würde immer stark differenzieren, welchem Zweck die Meditation dient und ob es Sinn macht, dass aussen ein- oder aus- zu blenden.

Diese Pflanzenmeditation war nicht geführt nur vorher angeleitet und es ging darum, sich mit dem Wesen der Pflanze zu verbinden und ihre Botschaft zu empfangen. Für Meditationen die der Selbst-Reflexion oder -Entwicklung dienen, würde ich andere Techniken vorziehen. (PS.: das schreibe ich nicht für dich, sondern allgemein, besonders für Menschen, die vielleicht noch nicht so viel Erfahrung mit Meditationen haben ;)) 

Ein generell meditativen Zustand bei bestimmten Tätigkeiten einzunehmen ist genial. Das macht vieles leichter. <3
Danke für deine Impulse!

Liebe Grüsse Stefanie